NEUAPOSTOLISCHE KIRCHE FREIBURG

Teilabbruch, Neustrukturierung und Sanierung
Freiburg
2010
Vollständiges Makeover eines bestehenden Sakralbaus

Umbau und Modernisierung

Das bestehende Kirchengebäude aus dem Jahr 1960 entsprach nicht mehr den funktionalen und energetischen Anforderungen der Gemeinde. Die Kirchengemeinde entschied sich daher für einen vollständigen Umbau, der sowohl die technischen Modernisierungen als auch die gestalterische Neuausrichtung des sakralen Raums umfasste.

Grundfläche
1.500 m2
Auftraggeberin
NAK Freiburg

Beteiligte / Architekt*in
Dipl.-Ing. Jochen Uhlmann
Rainer Hähnlein
Ruth Harder

Fotos
Kurt Entenmann, Korb

Kunst
Verena Frank, Stuttgart

#BauenImBestand #Sanierung #teilabbruch #NAK #Architektur #Innenarchitektur #Sakralbau

„Neue Öffnungen in Wänden und Decken lenken das Licht gezielt und erzeugen eine Balance aus Geschlossenheit und Weite.“

Über einen neu definierten öffentlichen Platz gelangt man in ein neu erstelltes Foyer, das direkt an das Bestandsgebäude anschließt. Von hier aus erschließen Aufzug und flach geneigte Rampen die höhergelegene Hauptkirche. Sichtbezüge zwischen den Geschossen lassen bereits beim Betreten des Foyers die räumliche Gliederung und Dimension der Kirche erkennen.

Der ursprüngliche Gottesdienstraum mit überladenen Deckenkassetten und unvorteilhafter Belichtung vermittelte kaum sakrale Qualität. Durch den Umbau wurde der Raum vollständig neu strukturiert. Neue Öffnungen in Wänden und Decken lenken das Licht gezielt und erzeugen eine Balance aus Geschlossenheit und Weite.

Der Altarbereich ist rund gestaltet, Bodenbeläge und Altar bestehen aus grünlichem portugiesischem Naturstein. Ergänzt werden sie durch Einbauten aus Nussbaumholz, die dem puristisch gehaltenen Innenraum Wärme und haptische Qualität verleihen. Eine an der Wand installierte Kunstinstallation von Verena Frank interpretiert das Sternbild „Kreuz des Südens“ in Glasschalen unterschiedlicher Größe und Farbe und schafft einen subtilen, sakralen Akzent.

Die energetische Sanierung umfasst eine Erdwärmerückgewinnung kombiniert mit einem Gasbrennwertkessel. Für den Gottesdienstraum mit 600 Personen wurde eine dezente Be- und Entlüftungsanlage installiert, deren Zu- und Abluftöffnungen kaum sichtbar in die Deckenkonstruktion integriert sind. Abgerundet wird das Projekt durch die Neugestaltung der Außenanlagen.

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