HOSPIZ DIEMERSHALDE

Neubau, Umbau, Erweiterung mit Tiefgarage, barrierefreie Erschließung
Stuttgart
2017
Über der Stadt – Altes Konsulat wird Hospiz

Denkmalgerechte Sanierung und Erweiterung der Villa Wittmann Für das Kinder- und Jugendhospiz Stuttgart fiel die Wahl auf die Villa Wittmann, ein 1925 errichtetes, denkmalgeschütztes Bauwerk. Die Grundidee, schwerkranken Kindern und Jugendlichen einen der schönsten Orte Stuttgarts zugänglich zu machen, überzeugte das Planungsteam sofort.

Grundfläche
3500 m2

Auftraggeberin / Bauherr
Hospizstiftung im Ev. Kirchenkreis, vertreten durch die Ev. Kirchenpflege

Beteiligte / Architekt*in
Dipl. Ing. Ute Pfaff
Dipl. Ing. Rolf Mühleisen
Niina Haekkinen
Gabi Danner
Birgit Pfeifle
Maro Tsotalou-Rothenhöfer
Andreas Schwandner

Fotos
Christian Steeneck, Stuttgart
Maximilian Seibert, Stuttgart

Nach Prüfung der Machbarkeit wurde beschlossen, dieses komplexe Projekt an dieser historischen Stätte umzusetzen. Die Sanierung umfasste nicht nur die denkmalgerechte Restaurierung der Villa, sondern auch die Verdoppelung der vorhandenen Nutzfläche – eine erhebliche architektonische und konstruktive Herausforderung.

Die Villa liegt zentrumsnah, bietet jedoch dank ihrer Lage in einer kleinen Oase der Ruhe mit Ausblick über Stuttgart eine besondere Qualität. Die Anlage umfasst neben der Hauptvilla ein Doppelhaus, das zur neuen Zentrale der Sitzwache Stuttgart umfunktioniert wurde, sowie ein langgestrecktes Sommerhaus, das nun als Unterkunft für Eltern und Angehörige dient.

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„Die Grundidee, kranken Kindern und Jugendlichen einen der schönsten Orte in Stuttgart aufzubereiten hat uns sofort überzeugt“

Die Umbau- und Restaurierungsarbeiten dieser Gebäude erfolgten parallel. Um die Erweiterung zu realisieren, wurde das Gebäude an der Talseite bis zu 13 Meter abgegraben und mit einer Bohrpfahlwand statisch gesichert. Ein temporärer Erschließungstunnel ermöglichte die Arbeiten, sodass unter der Villa eine Tiefgarage sowie ein großzügiges Saalgeschoss errichtet werden konnten.
Dank der Hanglage ist das Untergeschoss optimal belichtet. Zusätzlich wurde ein Aufzugsturm angebaut, der das Gebäude vollständig barrierefrei erschließt.
Innenraum und Funktion
Eine zentrale gestalterische und technische Herausforderung war die Einrichtung der Innenräume. Medizinische Anforderungen der Bewohner mussten mit einer wohnlichen und gemütlichen Atmosphäre in Einklang gebracht werden. Durch die sorgfältige Aufarbeitung des Altbaus bleibt die Qualität der historischen Villa spürbar und verleiht dem Hospiz eine positive, freundliche Ausstrahlung. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie Denkmalpflege, funktionale Erweiterung und anspruchsvolle Nutzung erfolgreich kombiniert werden können, ohne den Charakter des historischen Bestandes zu verlieren.
Anstelle neutraler Grau­töne prägen lebendige, mutige Farben die Atmosphäre und verleihen dem Projekt eine eigenständige, zeitgemäße Identität.

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