

SAKRALBAU KUBISTISCH
Neubau Sakralbau
Wiesloch
2018
Stimmungsvoller Sakralbau mit modernem Energiekonzept
Das neue Kirchengebäude entwickelt sich gestuft zum höchsten Punkt über dem Altarbereich im Osten, zur Alten Heerstraße hin orientiert. Diese Terrassierung macht die Kirche weithin sichtbar und markiert zugleich den Stadteingang von Wiesloch. Der sakrale Gottesdienstraum besticht durch eine differenzierte Lichtführung.


Grundfläche
1.200 m2
Auftraggeberin
NAK Wiesloch
Beteiligte / Architekt*in
Dipl. Ing. Jochen
Uhlmann Dipl. Ing. Liliya Kindler
Fotos
Maximilian Seibert, Stuttgart

Direkte und indirekte Einfallwinkel schaffen eine introvertierte, kontemplative Atmosphäre, die den Raum zugleich großzügig und hell erscheinen lässt.
Funktion und Raumprogramm
Der Kirchenraum bietet Platz für 180 Sitzplätze und ist mit einer Pfeifenorgel mit zwei Manualen ausgestattet. Über einen großen, zentral angeordneten Kirchplatz wird das Foyer erschlossen, von dem aus sowohl der Gottesdienstraum als auch sämtliche Nebenräume erreichbar sind. Für Gemeindeaktivitäten lässt sich ein angrenzender Nebenraum zum Kirchenraum hin zuschalten; ein weiterer Nebenraum mit Teeküche ergänzt die Funktionsbereiche. Garderoben, Sanitärräume sowie Lager- und Technikräume sind ebenfalls direkt über das Foyer zugänglich.

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„Für sommerlichen Wärmeschutz und Luftaustausch während Veranstaltungen sorgen motorisch betriebene Fensterklappen im Bereich des Fußbodens und an den Oberlichtern.“

Der Kirchenraum verfügt über keine mechanische Lüftungsanlage. Für sommerlichen Wärmeschutz und Luftaustausch während Veranstaltungen sorgen motorisch betriebene Fensterklappen im Bereich des Fußbodens und an den Oberlichtern. Diese Klappen können manuell oder programmgestützt gesteuert werden.
Zur Nachtlüftung werden die Klappen zwischen 3 und 6 Uhr geöffnet, wodurch die Räume allein über Konvektion gekühlt werden. Auf der Südseite erzeugt eine satinierte Kunstglasscheibe ein Luftpolster: Erwärmte Außenluft steigt nach oben ab und kann entweichen, was die sommerliche Aufheizung des Kirchenraumes deutlich reduziert.
Die Wände sind innen und außen schlicht verputzt; die kräftige, äußere Farbgebung verleiht dem schlichten Baukörper Präsenz. Der Boden besteht aus großformatigen grauen Fliesen in Sichtbetonoptik, während warme Fichtenhölzer für Bänke, Türen und Schränke einen wohnlichen Kontrast bilden. Der Altar besteht aus drei massiven Natursteinblöcken aus Krensheimer Muschelkalk, gefertigt in traditioneller handwerklicher Steinmetzarbeit, die dem Sakralraum eine zeitlose, hochwertige Qualität verleihen.

