

RETHINK – 60ER JAHRE WOHNUNG
Generalsanierung und Umbau Eigentumswohung
Stuttgart-Süd
2024
Bauen MIT Bestand – Sanierung und Weiterentwicklung einer Bestandswohnung
Das Projekt widmet sich der behutsamen Sanierung eines denkmalgeschützten Bestands mit außergewöhnlicher Nutzungsgeschichte. Der ehemalige Trockenboden, der um die Jahrhundertwende als gemeinschaftlicher Raum zum Trocknen und Waschen der Wäsche diente, wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und später zeitweise als Notunterkunft genutzt. Über mehr als sechs Jahrzehnte standen die rund 120 m² in prominenter Lage ungenutzt leer. Durch das Engagement und den Mut aller Beteiligten konnte dieser besondere Ort nun reaktiviert und einer zeitgemäßen Wohnnutzung zugeführt werden.


Grundfläche
200 m2
Auftraggeberin
Privat
Beteiligte / Architekt*in
Dipl. Ing. Birgit Peifle, M.A. Franz Mühleisen
Visualisierungen
MUP, Stuttgart

Durch gezielte Durchbrüche und konstruktive Unterfangungen wurden ehemals getrennte Räume miteinander verbunden und zu einem großzügigen, zeitgemäßen Wohnraum zusammengeführt.
Die für den Zeitraum typischen, flächenmäßig reduzierten Nebenräume blieben in ihrer Grundstruktur erhalten. Durch intelligente Möblierung und präzise aufeinander abgestimmte Ausstattungsdetails wurden sie funktional neu interpretiert und in ein zeitgemäßes Nutzungskonzept überführt.
Ein integrales Lichtkonzept spielt eine zentrale Rolle im Entwurf. In Verbindung mit modernen, nachhaltigen Materialien wie Bambus entsteht eine differenzierte Raumstimmung, die dem Projekt seine besondere atmosphärische Qualität verleiht. Für die aus der Außenwand hervortretenden Rollladenkästen wurde eine maßgeschneiderte Lösung entwickelt.

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„Eine umlaufende, indirekte Beleuchtung fasst diese konstruktiven Elemente elegant ein und integriert sie zugleich als hochwertiges Lichtinstrument in den Innenraum““


Eine umlaufende, indirekte Beleuchtung fasst diese konstruktiven Elemente elegant ein und integriert sie zugleich als hochwertiges Lichtinstrument in den Innenraum. Haustechnisch wurde die Wohnung zukunftsorientiert ertüchtigt. An die bestehende Gaszentralheizung wurde eine neue Fußbodenheizung angeschlossen, um langfristig die Umstellung des gesamten Gebäudes auf ein Niedertemperatursystem zu ermöglichen. Im Zuge der Sanierung wurden zudem zwei Gauben im Dachgeschoss, ein neuer Balkon sowie eine umfassende Instandsetzung der bestehenden Holztreppe realisiert. Mit diesen Maßnahmen ist das Objekt funktional, technisch und gestalterisch nachhaltig für die kommenden Jahrzehnte aufgestellt.